Behind the scenes

Als diese Website vorrangig noch als Akquise-Tool fungierte, stand hier massig viel Zeug. In erster Linie war es ein "Name Dropping", d. h. eine Auflistung derjenigen Unternehmen, für die ich vor allem als Werbetexter schon tätig gewesen bin. Ich will mir auch an dieser Stelle nicht verkneifen, dass sich darunter namhafte Konzerne und Marken wie AXA, Bayer, BMW, Continental, Deutsche Telekom, DEVK, dm, Ford, Henkel, Lindt & Sprüngli, Lufthansa, RWE, SAP und TUI befanden. 

Damit soll es aber auch genug sein, da ich nicht damit rechne, noch einmal in die Werbebranche einzusteigen. Alles hat seine Zeit, und die war phasenweise cool, aber rückblickend habe ich mich viele Jahre mit Dingen beschäftigt, die mich nicht wirklich interessiert haben. Wie vielen da draußen mag es ähnlich gehen? Der Job ist cool, aber die Inhalte so lala, oder aber: Der Job ist mies bezahlt, aber man streitet immerhin für eine gute Sache!? 

Ich bin ohnehin immer eher zufällig, also über ein Hobby oder eine Leidenschaft in einen Job "hineingeschliddert". Hätte ich nicht zu Studienzeiten Kolumnen für ein Stadtmagazin geschrieben, wäre ich wohl kaum in der Werbebranche gelandet. Hätte ich nicht viele meiner Fotos in Stock-Agenturen platziert, wären mir wohl kaum Pressereisen offeriert worden. Hätte ich nicht ein Kneipen-Quiz gestartet, wäre ich wohl kaum beim Fernsehen gelandet. 

Ich möchte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass ich als Freelancer auch durchaus schwere Jahre hatte, weil der eine Kunde pleite ging, der nächste "umstrukturiert" hat, ein anderer den Preis drückte und ein wieder anderer jemanden in meiner Position festangestellt hat. Es war beileibe nicht immer ein Zuckerschlecken, aber Wille, Professionalität und Kreativität haben mich am Ende immer irgendwie über Wasser gehalten.